Summer of love – Kosmologie der Freude 2.0

Erlebnisseminar
mit Dr. Christian Rätsch und Dr. Claudia Müller-Ebeling

„be sure to wear some flowers in your hair…“
(Scott McKenzie: San Francisco, 1967)

Ein informatives und sehr buntes Seminar über die Hippies und was sie uns an wertvollen Schätzen hinterlassen haben. Die Hippies reisten gerne – in den Welten des Bewusstseins und in andere Kulturen. Das führte zu einer immensen Erweiterung der Sichtweisen und der künstlerischen Impulse. Es entstand ein neues Natur- und Selbstbewusstsein. Humane und lebensbejahende Werte wurden in den Mittelpunkt gestellt, revolutionäre Ideen für Politik und Gesellschaft geboren und das Leben freudig gefeiert! Vieles was damals begann, wirkt bis heute nach, wie die Bewegung hin zu mehr ökologischem Bewusstsein, zu mehr Rechten für die Frauen, Initiativen für Friedenspolitik, etc. und auch die Festivalkultur – Wir haben den Hippies vieles zu verdanken, was auch heute unser freiheitliches Leben ausmacht. Und nach wie vor können wir viele Inspirationen des „summer of love“ gut gebrauchen. 

Summer of Love. Der „summer of love“ 1967 in der Bay Area von San Francisco gilt als Höhepunkt der Hippiebewegung, die erstmals Jugendliche weltweit vereinte. Der freigeistige Flower-Power-spirit von Love, Peace and Happiness war grenzenlos und grenzüberschreitend. Blumenkinder waren „On the road“ (wie zuvor Jack Kerouac); reisten auf dem Landweg nach Indien (wegen Siddhartha von Hermann Hesse); entdeckten Rauschzustände (wie Hesses Steppenwolf und William Burroughs), Zauberpilze (dank Gordon Wasson), sowie Yoga, Zen und Meditation. Die Sehnsucht nach mehr Freiheit und Lebensfreude wurde ausgelebt in ekstatischer Musik, visionärer Malerei und Dichtung und in einer ausgiebigen Kultur des Feierns. Die Erforschung des sinnstiftenden Gebrauchs bewusstseinserweiternder Substanzen in indigenen Kulturen förderte auch das Interesse am Schamanismus. Wichtige Impulse entstanden für eine gesellschaftliche Wandlung zu mehr Bewusstsein für ein Leben des Menschen im Miteinander mit allen Wesen – ohne unnötige Hierarchien und Bewertungen. Hippies protestierten weltweit (mit John Lennon & Yoko Ono) gegen den Vietnamkrieg; gegen Rassismus (mit Angela Davis und den Black Panthers); für Frauenrechte, Emanzipation und sexuelle Befreiung – auch Homosexueller (wie Allen Ginsberg, bekennender Pionier der ersten Stunde). Die Hippies reformierten die Pädagogik mit antiautoritären Kinderläden; ermöglichten legale Mietverhältnisse für Kommunen und Paare ohne Trauschein – und neue kreative Horizonte – für Avantgarde-Komponisten wie Frank Zappa und deutsche Krautrockbands wie Embryo und Guru Guru, denen wir die Weltmusik verdanken, weil fremde Klänge aus fernen Ländern sie inspirierten.

Christian Rätsch und Claudia Müller-Ebeling haben einige Protagonisten der ursprünglichen Hippie-Kultur noch persönlich kennen gelernt. Sie bringen uns den „spirit“ dieser Zeit näher und machen uns mit den kulturellen Höhepunkten, den wichtigsten Ideen und Idealen der Hippies vertraut. Neben dem kulturhistorischen Unterricht wollen wir auch das Leben mit Euch feiern! – mit neuen Facetten der „Kosmologie der Freude“*, mit Bildern, Musik, Räucherreisen und persönlichen Anekdoten.

Stichworte zum Inhalt

  • On the road & Easy Rider – die Lust auf der Reise zu sein
  • Flower-Power – Blumenkinder
  • Hermann Hesse: Siddharta und der Steppenwolf 
  • die Beatnicks, Burroughs, Ginsberg, Jack Kerouac
  • Gordon Wasson, Maria Sabina und die Zauberpilze
  • Goa-Parties – der Ursprung der Technoszene und der Festivalkultur
  • Frank Zappa – Freak Out!
  • Ganesha – spirituelle Importe aus Indien und Nepal
  • John & Yoko: bed in, be in, sit in
  • Black is beautiful – Angela Davis + Black Panther
  • Summerhill + Kinderläden – antiautoritäre Erziehung
  • Krautrock – eine deutsche Antwort
  • Ethnomusik: Rolling Stones + Embryo
  • Freakologie – eine Vision für die Zukunft?

Zielgruppe und Struktur
Dieses Seminar ist offen für alle Interessierten. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

*Im Januar 2021 fand ein erstes „Hippie-Seminar“ bei KUDRA NaturBewusstSein statt: „Die Kosmologie der Freude – Visionen für eine bessere Welt“, den gegebenen Umständen entsprechend als online-Seminar.  Die kulturellen Schätze dieser Zeit sind so umfangreich, dass wir ein weiteres Seminar zum Thema machen wollten und diesmal einfach andere Aspekte in den Vordergrund stellen. Es wird also keine Wiederholungen geben und das erste „Kosmologie der Freude“-Seminar ist auch keine Voraussetzung für den „Summer of love“ 2022.

Teilnehmerzahl
15-25

Seminarzeiten
Freitag, 08.07.2022 von 20:00 – 22:00 Uhr
Samstag, 09.07.2022 von 10:00 – 13:00 und 15:00 – 18:00 Uhr
Sonntag, 10.07.2022 von 10:00 – 14:00 Uhr

Teilnahmegebühr

290,- € (inkl. MwSt.)  

Anmeldung
Bitte beachten Sie unsere Anmeldebedingungen und verwenden Sie das Anmeldeformular.

Literaturempfehlungen

  • Metzner, Ralph; Ram Dass und Gary Bravo (2018): Geburt einer psychedelischen Kultur
  • Lucys Rausch: Gesellschaftsmagazin für psychoaktive Kultur, Nachschatten-Verlag, Solothurn
  • Kerouac, Jack: On the road
  • Hesse, Herrmann: Der Steppenwolf
  • Neil, A.S.: Die grüne Wolke. Den Kindern von summerhill erzählt
  • Huxley, Aldous: Eiland
  • Watts, Alan: * Kosmologie der Freude
  • Leary, Timothy: Politik der Ekstase

Stand: 12.03.2021, Änderungen vorbehalten