Schätze am Fuße des Weltenbaumes – Magische Werkzeuge und der Brunnen der Erinnerung

Erlebnisseminar
mit Dr. Christian Rätsch und Dr. Claudia Müller-Ebeling

„Das Wirkliche ist ebenso zauberhaft wie das Zauberhafte wirklich ist.“
(Ernst Jünger)

In den Mythen unserer Vorfahren finden wir spannende, märchenhafte Geschichten – und noch viel mehr: Die Mythen der Germanen berichten uns von Zauberinnen, Gestaltwandlern und Weisheitssuchern, Riesen, Zwergen und Krafttieren, von Zaubertränken, magischen Waffen und Schmuck. Und damit von den schamanischen Wurzeln unserer Kultur und den Zaubertechniken unserer Ahnen. 

Schätze mit Zauberkraft. In der germanischen und auch griechisch-römischen Mythologie gibt es zahlreiche Waffen, Schmuck- und Kleidungsstücke mit Zauberkraft und magischer Bedeutung. Thor besitzt einen Machtgürtel und einen magischen Hammer. Freya hat ein Falkengewand und einen Wagen mit Katzengespann. Sie erwirbt von den Zwergen den sagenhaften Schmuck Brisingamen  und lehrt Wotan die Trollkunst Seidr. Der Brunnen der Erinnerung liegt am Fuße des Weltenbaumes und wird von dem Riesen Mimir bewacht. Wotan begehrt daraus zu trinken und muss dafür ein Auge opfern. Er hängt neun Nächte am Weltenbaum und findet die Runen. Die Zwerge brauen einen Zaubertrank, namens „Kwasirs Blut“. Jeder, der von diesem „Met der Begeisterung“ trinkt, wird zum Dichter. 

Weltweite Wurzeln der Magie. In diesem Seminar holen wir diese und andere interessante Aspekte der germanischen Mythen aus dem Brunnen der Erinnerung und bergen damit Schätze uralten Wissens. Wir entdecken die tiefschichtige Symbolik von Motiven wie Brunnen, Hammer, Gürtel und Tieren wie Wölfe, Hasen und Raben. Wir beschäftigen uns schwerpunktmäßig mit der germanischen Mythologie. Blicke auf ähnliche Motive in der klassischen Antike (und anderswo) verdeutlichen uns jedoch Parallelen, die uns mit weltweiten indogermanischen Wurzeln verbinden.

Die Kräfte der Natur. Genau betrachtet, zeigen uns die germanischen Mythen das magische Weltbild, das unsere Vorfahren mit allen anderen heidnisch-schamanischen Kulturen teilen. Magie und Zauberei war unseren (UrUr)-Großmüttern und -vätern nicht fremd. Die Anderswelt mit all ihren Bewohnern war für sie selbstverständlicher Bestandteil des Lebens. Sich mit den Kräften und Wesen der unsichtbaren Welten zu arrangieren, gehörte zum Verständnis der allumfassenden Natur. Der Umgang damit war zum Teil Bestandteil des Alltags, zum anderen mit ritueller Zauberpraktik für besondere Anlässe verbunden. Die alten Mythen dienen uns auch  heute zur Orientierung in einer multidimensionalen Welt und zur Erinnerung an die Kräfte der Natur – und damit auch an die Kräfte in uns selbst. 

Aus dem Inhalt

  • Thors Hammer und sein Machtgürtel
  • Freyas Falkengewand und Brisingamen – der magische Schmuck der Zwerge
  • Kwasirs Zaubertrank
  • Mimirs Brunnen der Erinnerung
  • Hugin und Munin – Wotans Raben
  • Die Mistel bei Römern, Kelten und Germanen
  • der zur Lust zwingende Gürtel der Aphrodite
  • Hades`  Helm der Unsichtbarkeit
  • Der Blitz des Zeus und Amors Pfeil
  • Trollkunst, Seidr und Zauberei
  • Die Runen – Schriftzeichen der Magie

Zielgruppe und Struktur
Dieses Seminar ist offen für alle Interessierten. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. 

Teilnehmerzahl
10-25

Seminarzeiten
Freitag, 16.04.2021 von 20:00 – 22:00 Uhr
Samstag, 17.04.2021 von 10:00 – 13:00 und 15:00 – 18:00 Uhr
Sonntag, 18.04.2021 von 10:00 – 14:00 Uhr

Teilnahmegebühr

290,- € (inkl. Mittagessen am Samstag)

Anmeldung
Bitte beachten Sie unsere Anmeldebedingungen und verwenden Sie das Anmeldeformular.

Literaturempfehlungen

  • Rätsch, Christian (2005): Der Heilige Hain. Germanische Zauberpflanzen, heilige Bäume und schamanische Rituale. AT-Verlag, Baden
  • Metzner, Ralph (1994): Der Brunnen der Erinnerung. Von den mythologischen Wurzeln der Kultur. Aurum Verlag, Braunschweig
  • Golther, Wolfgang (1895): Germanische Mythologie. Handbuch – Gesamtausgabe. Reprint 2004. Magnus Verlag, Essen

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