Pflanzen im Schamanismus – von Meisterpflanzen und Pflanzenlehrern

Erlebnisseminar
mit Dr. Christian Rätsch und Dr. Claudia Müller-Ebeling

„Die eigentlichen Lehrer sind die Pflanzengeister. Der Urwald mit all seinen Wesen wird dir zum Tempel und buchstäblich zur Universität. All das findet in der geistigen Welt statt.“
(Don Pedro Guerra Gonzales 2014:161)

„Es gibt in der Pflanzengeist-Medizin nur einen einzigen wirksamen Inhaltsstoff – Freundschaft. Ein Pflanzengeist heilt seinem Traumgefährten, dem Arzt, zuliebe einen Patienten.“
(Eliot Cowan 2010:17)

In schamanischen Kulturen gelten die Pflanzen als Geschenke der Götter. Man verehrt sie in Dankbarkeit für das Geschenk der Nahrung, der Werkstoffe und Heilmittel. Daneben gibt es besondere Pflanzen, die als Meister- und Lehrerpflanzen hoch geachtet werden.

Die universelle Universität des Universums. Für viele Schamanen sind Pflanzen wichtige Verbündete, manche Pflanzenschamanen werden ganz überwiegend von den Pflanzengeistern unterrichtet – nur ergänzend auch von weltlichen Lehrern. Die Pflanzen lehren die Menschen ihre Verwendung als Heilmittel und Zauberpflanzen. Sie dienen als Zugänge zu den anderen Welten und den Erkenntnissen, die sich in dieser Schau offenbaren. In gemeinsamen Ritualen unterstützen sie eine Gemeinschaft bei der Konfliktbewältigung und Visionsfindung. In naturverbundenen Kulturen ist das Leben der Menschen eng mit den Pflanzengeistern verwoben, die Pflanzen sind als Mitglieder der Gesellschaft nicht wegzudenken. Auch in unserer Kultur gab es „Hexenpflanzen“ wie Hanf, Bilsenkraut, Beifuss und Tollkirsche und das Volk verehrte in den Pflanzen göttliche Kräfte und geistige Wesenheiten. 

Begegnungen mit Schamanenpflanzen. In diesem Seminar werden einige wichtige Schamanen- und Lehrerpflanzen vorgestellt, auch spezielle Zubereitungen wie z.B. das Ayahuasca, und die Rituale, die im Umgang mit diesen Pflanzen wichtig sind. Damit öffnet sich uns eine Sicht auf die Existenz anderer Wirklichkeiten und wir öffnen uns eine Tür zu einem kooperativen Miteinander mit den anderen Geschöpfen der Natur. Wir können unsere Wahrnehmung und unser Bewusstsein für Pflanzen hinterfragen und erweitern: Was sind Pflanzen, was sind Pflanzengeister? Was sind Schamanenpflanzen, was sind Pflanzenschamanen?  Was können wir von solchen Kulturen lernen, die Pflanzen verehren?  Was können uns Pflanzengeister vermitteln? Wie können sie uns auf der Suche nach Erkenntnis und auf unserem Lebensweg unterstützen? Denn nicht nur die stark psychoaktiv wirksamen Pflanzen können Kraft- und Lehrerpflanzen sein; jede Pflanze kann uns zum Lehrer werden und uns die Mysterien der Natur näher bringen. 

Aus dem Inhalt

  • Was sind Pflanzengeister?
  • Wirkstoff und Pflanzenseele
  • Was ist die universelle Universität des Universums?
  • Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
  • Die „Diät“ der Schamanen
  • Meister- und Kraftpflanzen
  • Die Bedeutung der Rituale im Umgang mit Pflanzen
  • Schamanismus und Naturerfahrung
  • Wichtige Schamanenpflanzen (Ayahuasca, Borrachero – Engelstrompete, Tabak)
  • Wichtige Hexenpflanzen (Bilsenkraut, Beifuss)

Zielgruppe und Struktur
Dieses Seminar ist offen für alle Interessierten. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. 

Teilnehmerzahl
10-25

Seminarzeiten
Freitag, 24.09.2021 von 20:00 – 22:00 Uhr
Samstag, 25.09.2021 von 10:00 – 13:00 und 15:00 – 18:00 Uhr
Sonntag, 26.09.2021 von 10:00 – 14:00 Uhr

Teilnahmegebühr

290,- € (inkl. Mittagessen am Samstag)

Anmeldung
Bitte beachten Sie unsere Anmeldebedingungen und verwenden Sie das Anmeldeformular.

Literaturempfehlungen

  • Adelaaars, Arno; Müller-Ebeling, Claudia; Rätsch, Christian (2006): Ayahuasca. Rituale, Zaubertränke und visionäre Kunst aus Amazonien. AT-Verlag
  • Rätsch, Christian (2009): Meine Begegnungen mit Schamanenpflanzen. AT-Verlag

 

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